peter anders 2020 verstorben

Peter Anders hat den Fußball geliebt und gelebt – als Spieler wie auch als Trainer oder Sportlicher Leiter. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod im Alter von 71 Jahren sorgt bei vielen Menschen im Fußball-Kreis für Betroffenheit.

Oer-Erkenschwick, das war seine Heimat – geprägt hat Peter Anders aber über Jahrzehnte auch die Fußballszene im Kreis. Sechs Jahre war er damals alt, als sein Vater in der legendären „Sportzentrale Romanski“ am Stimberg die Beitrittserklärung für die Spvgg. Erkenschwick unterschrieb. Ein Verein, der ihn über Jahrzehnte begleiten sollte. Wie viele andere Kicker auch arbeitete er auf dem Pütt, fußballerisch stich schon früh seine versierte Technik heraus. Udo Lattek, damals Trainer der deutschen Amateur-Nationalmannschaft, hatte den jungen Peter Anders auf dem Zettel, als dieser noch in der A-Jugend spielt.

Karriere-Ende schon mit 25 Jahren
Wer weiß, wie sich die Karriere des hoch talentierten Kickers entwickelt hätte, wenn es nicht den 4. Oktober 1975 gegeben hätte: Zweite Liga Nord, Wuppertaler Zoo-Stadion – es ist der Ort, wo die Laufbahn jäh ein Ende findet. 25 Jahre ist Anders da gerade einmal alt, im besten Fußballer-Alter also, da reißen im rechten Knie Meniskus, Innen- und Kreuzband. Ans aktive Fußballspielen ist nicht mehr zu denken.

Nahezu folgerichtig ist dann aber der schnelle Schritt ins Trainergeschäft. Die A-Jugend der Spvgg. – unter anderem mit dem späteren Profi Ingo Anderbrügge – feiert Ende der 1970er-Jahre unter Anders‘ Regie große Erfolge, steigt in die höchste Spielklasse auf. Es ist der Auftakt einer bemerkenswerten Trainer-Karriere, die jetzt auch über die Oer-Erkenschwicker Stadtgrenzen hinaus ihre erfolgreiche Fortsetzung findet. VfB Kirchhellen, Spvgg. Herten, SG Hillen, noch einmal Spvgg. Erkenschwick sind Stationen. Große Erfolge feiert Anders höherklassig zudem in Recklinghausen bei der Spvgg. BW Post, später in der Westfalenliga beim FC 96. Dort löst er am 1. Januar 2011 seinen Vertrag auf. Er begründete dies mit fehlenden sportlichen Perspektiven.

Ehrgeiz zeichnete seine Trainerkarriere aus
Typisch Anders, denn Ehrgeiz kennzeichnete ihn aus. Unter Spielern galt er als „harter Hund“. In Mannschaftskreisen werde halt viel geredet und dann habe man seinen Ruf halt weg, erzählte er einst – nahm dieses Image aber mit Gelassenheit und einem Augenzwinkern hin. Wie einst in England: Die Kicker einer Oer-Erkenschwicker Stadtauswahl hatten im Pub den vom Trainer verordneten Zapfenstreich eigenmächtig verlängert. Um 0.30 Uhr mussten alle zur nächtlichen Laufeinheit antreten…

Um Peter Anders trauern neben seiner Familie, Freunden und Bekannten auch zahlreiche Weggefährten aus dem Fußball-Kreis.

Quelle: Olaf Nehls + Jochen Börger / 24Vest

 

sawatzki david 31Keine Experimente auf dem Trainerposten: David Sawatzki bleibt Teamchef der Spvgg. Erkenschwick. Mit der Zielsetzung: Mit attraktivem Fußball begeistern.

David Sawatzki bleibt Trainer der Spvgg. Erkenschwick
Der 33-Jährige spielt seit über zehn Jahren am Stimberg

 

 

 

soenke wortmann

Am 18. Mai 1980 feierte die Spvgg. Erkenschwick einen 3:0-Heimsieg gegen den Bünder SV. Damit waren die Schwarz-Roten in die 2. Bundesliga aufgestiegen.
Das erlösende 1:0 erzielte der spätere Regisseur Sönke Wortmann ("Das Wunder von Bern").

Der heute oft arg strapazierte Begriff des Türöffners war 1980 in der Reportersprache noch gar nicht verankert, aber eigentlich war das 1:0, das Sönke Wortmann am 18. Mai 1980 im Spiel gegen den Bünder SV erzielte (Endstand: 3:0), genau das.


kaya enesseklawi jyhadSchon wieder hat die Spvgg. Erkenschwick auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Trainer David Sawatzki will damit die Offensive beleben. Ein Spieler kehrt an den Stimberg zurück.

Noch zwei Neue für die Spvgg. Erkenschwick: Mit Enes Kaya (Firtinaspor Herne) wechselt ein torgefährlicher Außenspieler an den Stimberg, von TuS Halterns U19 kehrt Jyhad Seklawi zurück an den Stimberg.

 


may olaf 2Olaf May ist seit gut einem Jahr Vorsitzender der Spvgg. Erkenschwick. Trotz jüngster Turbulenzen – die Jugend bleibt das A und O und soll Identifikation schaffen.

Wechsel in der Juniorenleitung der Spvgg. Erkenschwick
Vorsitzender Olaf May sieht den Klub gut gerüstet
Der Kader für die Westfalenliga steht

 


neuer kunstrasen wewers broehl schmelterVor 15 Jahren wurde am Stimbergstadion in Oer-Erkenschwick ein Kunstrasen verlegt. Jetzt ist es Zeit für eine Sanierung. Die ist bald abgeschlossen.

Der neue Kunstrasenplatz ist bald fertig. 436.000 Euro wurden investiert. Nur wann erstmals trainiert werden kann, ist noch offen.

 

 


FLVWDer von den Vereinen laut einer breit angelegten Befragung mehrheitlich gewollte und von der Verbandsspitze bereits angekündigte Saison-Abbruch in Westfalen hat am Montagabend die nächste formelle Hürde genommen. Die Ständige Konferenz sprach sich in einer zweistündigen Videokonferenz einstimmig für einen Abbruch aus. In dem Gremium sind neben dem Präsidium alle Kreisvorsitzende in Westfalen vertreten, darunter der hiesige „KV“ Hans-Otto Matthey.


grosse puppendahl lukas 8Noch sind die Koffer nicht gepackt, aber der Plan steht: Im August will Lukas Große-Puppendahl wieder in die USA reisen. An der Carson-Newman-University wird der 27-Jährige sich noch einmal als Student einschreiben. Große-Puppendahl wird damit den Westfalenligisten Spvgg. Erkenschwick verlassen, deren Kapitän er ist. „Eigentlich hätte ich gerne weitergemacht hier“, so „Puppi“, „aber als Anfang März das Angebot aus den USA kam, musste ich es annehmen.“

 

 

baelle im sackDer Saisonabbruch im westfälischen Amateurfußball ist quasi perfekt: In einer Videokonferenz am Donnerstagabend stimmten alle 29 Kreisvorsitzende für ein vorzeitiges Ende. Sie folgen damit dem Votum der Vereine, die sich zuvor mit großer Mehrheit für einen Abbruch ausgesprochen hatten.

Dass die Saison 2019/2020 im westfälischen Amateurfußball damit de facto beendet ist, sieht auch der hiesige Kreisvorsitzende Hans-Otto Matthey so: „Das ist das Ergebnis. Aber bis alles juristisch abgedeckt ist, wird es noch dauern, denn es sind noch jede Menge Formalien zu klären.“

 

FLVWNach der Vereinsbefragung durch den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen steht nicht mehr die Frage im Raum, ob weitergespielt werden soll im westfälischen Fußball, sondern wie ein Saisonabbruch vonstatten gehen soll.

◦Rund 1.000 Vereine (von 1.500 ) sprechen sich laut einer Umfrage des FLVW für einen Abbruch der Saison 2019/2020 aus.

Zum Seitenanfang