may olaf 2Olaf May ist seit gut einem Jahr Vorsitzender der Spvgg. Erkenschwick. Trotz jüngster Turbulenzen – die Jugend bleibt das A und O und soll Identifikation schaffen.

Wechsel in der Juniorenleitung der Spvgg. Erkenschwick
Vorsitzender Olaf May sieht den Klub gut gerüstet
Der Kader für die Westfalenliga steht

 

 Seit rund einem Jahr steht Olaf May an der Spitze des neuen Vorstandes der Spvgg. Erkenschwick. Und der 52-Jährige sieht den Traditionsklub auf einem guten Weg. May blickt auf die Anfänge selbstkritisch zurück: „Da mussten wir erst einmal fünf völlig unterschiedliche Charaktere zusammenführen, was ehrlich gesagt nicht immer leicht war. Ich will mich da nicht ausnehmen, ich habe sicher auch Fehler gemacht. Aber ich glaube, wir sind jetzt da, wo wir sein wollen, um durchzustarten.“

May: "Die Vergangenheit ist wichtig, aber nicht alles"
Der frühere Verteidiger, der in der Regionalliga West/Südwest die Stiefel für die Schwarz-Roten schnürte, weiß: „Die Vergangenheit dieses Vereins ist toll und weiter wichtig, aber sie ist nicht alles.“

May will Identifikation schaffen, ein Ziel, mit dem der Hertener angetreten war und das er nicht aus dem Auge verlieren will. Dazu gehört, die Jugend auf neue Füße zu stellen. Mit der Trennung vom gesamten Jugendvorstand um JugendleiterMartin Bass hat die Spvgg. zuletzt keine positiven Schlagzeilen gehabt. „Mit Holger Gehrmann und Andreas Giehl als gleichberechtigtes Führungsduo haben wir jetzt die vollkommen Richtigen beisammen, die leben Verein vor. Es gibt keinen Tag, an dem sie nicht am Platz sind und sich für den Klub engagieren, sie genießen mein vollstes Vertrauen“, so der Vorsitzende.

Spvgg. will Spieler wieder selbst ausbilden
Oberstes Ziel müsse sein, in der Jugend zurück zu alter Stärke zu finden: „Das wird ein schwerer Weg und dazu braucht es Anreize. Aber die geben wir.“ Wie etwa die Garantie, dass in jedem Jahr drei, vier Spieler aus der U19 ein Angebot erhalten, in der ersten Mannschaft zu spielen. May: „Die erste Mannschaft muss von der Jugend profitieren. Dazu braucht es Identifikation. Wer bei der Spvgg. Erkenschwick in den Senioren spielen will, der gehört auch hier ausgebildet.“

Was das Aushängeschild – die Westfalenliga-Mannschaft – betrifft, sieht May den Kader für die kommende Spielzeit gut aufgestellt. Etliche junge und talentierte Spieler aus dem Kreis Recklinghausen hat der Verein an sich binden können, wie Finn Wortmann (SSV Buer), Marcel Klakus (TuS Haltern U23), Justin Strahler (BG Schwerin) und Tom Rottmann (eigene U19). Mit Karl-Heinz Manga und Jakob Lücke werden dazu bereits vorzeitig zwei B-Jugendliche ins Konzept der ersten Mannschaft eingebaut.

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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