mandla philipp7War’s das mit Rang zwei und der Aufstiegsrelegation für die Spvgg. Erkenschwick? Nach dem 2:4 auf eigenem Platz gegen den Kirchhörder SC und dem Fall auf Rang vier der Westfalenliga-tabelle muss man schon ein ausgewiesener Optimist sein, um an die Chance zu glauben. Wie René Lewejohann. Der Trainer zog am Sonntag ein schonungsloses Fazit. „Ganz klar: Die Enttäuschung überwiegt“, sagt der Übungsleiter auch mit Abstand. Aber das gelte auch für die Mannschaft:

 

Philipp Mandla Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Der nächste auf der Verletztenliste: Philipp Mandla. Foto: Olaf Krimpmann

 „Einige Jungs in der Kabine hatten Tränen in den Augen, und am Abend habe ich noch zig Nachrichten von der Mannschaft bekommen, wie sehr sie sich selbst über diese Leistung ärgert.“

Für Lewejohann ist das der Beweis: „Der Charakter der Mannschaft ist intakt. Dumm nur, dass die Formkrise jetzt zum absolut falschen Zeitpunkt kommt.“

Nach acht Wochen, in denen es stetig bergauf ging unter seiner Regie, steht nun die erste Nagelprobe bevor. „Wir können es noch schaffen“, sagt der Ex-Profi. So, wie die Mannschaft eben bislang auch fast alles geschafft habe. „Ein Spiel wie gegen Kirchhörde liefert niemand extra ab“, ist Lewejohann sicher.

 Und der Trainer fährt fort: „Man darf ja nie vergessen: Wo stand die Mannschaft, als ich sie übernommen habe kurz nach der Winterpause, ohne eigene Vorbereitung? Und wen haben wir zur Verfügung? Wie viele Spieler spielen auf Positionen, auf denen sie gar nicht zu Hause sind, weil wir etwa keinen echten Stürmer haben? Das habe ich nie thematisiert bislang, aber das gehört eben auch zur Wahrheit.“

Derweil werden die Personalsorgen am Stimberg immer größer: Nach Philipp Kunz, Lukas Große-Puppendahl, Jannik Bröcker und Kevin Lehmann, die gegen Kirchhörde alle nicht dabei waren, fällt für den Rest der Saison auch Philipp Mandla aus. Der Innenverteidiger zog sich am Sonntag eine Knochenabsplitterung im Fuß zu. In den letzten beiden Spielen gegen Sinsen und in Lünen wird Lewejohann mehr denn je improvisieren müssen.

 Zum Wochenstart verspricht der Erkenschwicker Trainer: „Es wird eine entspannte Aussprache geben, dann schauen wir auf das Spiel gegen Sinsen an Pfingstmontag. Und da können sich alle auf einen heißen Derbytanz gefasst machen.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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