hildwein thomas 05Einen langen Atem brauchte die Spvgg. Erkenschwick, ehe der 3:0-Sieg über Viktoria Resse perfekt war. Spieler des Spiels war Thomas Hildwein, der zwei Tore erzielte und das dritte durch Kevin Hegel vorbereitete. Die „Schwicker“ rücken wieder vor auf Tabellenplatz zwei, da DSC Wanne-Eickel bei Spitzenreiter Holzwickede mit 1:3 verlor. Sie haben es damit selbst in den Händen: Halten sie die Konzentration in den verbleibenden vier Spielen hoch, winkt die Aufstiegsrelegation.

 

Thomas Hildwein Spvgg. Erkenschwick Fußball Westfalenliga 2 Saison 2017/2018 Dynamisch umkurvt der zweifache Torschütze Thomas Hildwein Resses Keeper Kingsley Moses, schießt den Ball in dieser Situation aber ans Außennetz. Foto: Olaf Krimpmann

 Konzentration und viel Geduld waren auch gegen Resse vonnöten. Beides zeigten die Schwarz-Roten am Sonntag vor etwa 300 Zuschauern.  Nur einmal drohten die Platzherren etwas leichtsinnig zu werden, ab der 50. Minute. Es war die Phase, in der Keeper Philipp Kunz mit einer spektakulären Parade einen Freistoß gerade noch entschärfte (55.). Ansonsten bestand Kunz’ Beschäftigung weitgehend darin, Rückpässe seiner Mitspieler zurück ins Feld zu bringen.

„Das haben wir im Stile einer Spitzenmannschaft gelöst“, befand Thomas Hildwein, der zweifache Torschütze. Selten ließen sich die Platzherren gegen tief stehende Resser aus der Reserve locken, immer sicherte ein Spieler ab. Die Geduld zahlte sich zwar erst spät aus, nämlich in der 73. Minute, als Hildwein, bedient von Ridvan Avci, anzog und im Resser Strafraum zum 1:0 traf. Aber sie zahlte sich aus.

Der Trainer zeigt sich mehr als zufrieden

 Der Treffer war der Türöffner in diesem Spiel, dem die Spvgg. in der 79. Minute durch Kevin Hegel (nach Vorarbeit von Hildwein) und in der 85. Minute abermals durch Hildwein weitere Tore folgen ließ. Direkt nach Wiederanpfiff hatte sich Bernard Gllogjani eine Riesenmöglichkeit geboten, doch frei am Elfmeterpunkt schoss der Erkenschwicker Angreifer Keeper Kingsley Moses in die Arme, nachdem Jan Binias ihm das Rund mustergültig aufgelegt hatte (50.)

 Schon in den ersten 45 Minuten war ein Tor möglich gewesen, auch wenn die Platzherren da nicht so zwingend waren wie in Durchgang zwei: Ridvan Avci fand mit einem Schuss aus 14 Metern in Resses Keeper Kingsley Moses seinen Meister (25.), Danny Tottmann köpfte einen Binias-Freistoß an die Torlatte (30.), und zu guter Letzt vergab in der Nachspielzeit Gllogjani frei vor dem Tor (45. + 2). „Machen wir da das Tor, haust du Resse richtig aus dem Stadion“, meinte René Lewejohann, dem die erste Hälfte imponierte.

 Die Worte des Trainers waren daher nicht als Vorwurf an seine Mannschaft gedacht, im Gegenteil: „Lewe“ war sichtlich zufrieden, wie abgeklärt seine Mannschaft die vermeintliche Pflichtaufgabe gelöst hatte. Letzten Endes weiß der Ex-Profi auch: „Fußball ist ein Ergebnissport. In ein paar Tagen fragt niemand mehr, wie ein Sieg zustande gekommen ist.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

Zum Seitenanfang