hildwein thomas 03Die Spvgg. Erkenschwick baut ihre Serie aus. Beim 2:1 (1:0) gegen den FC Iserlohn feiert der Westfalenligist bereits den vierten Sieg in Folge und schiebt sich auf den zweiten Tabellenrang. Vom Anpfiff weg waren die Hausherren die klar bessere Mannschaft. Die Elf von Trainer René Lewejohann agierte druckvoll und mit viel Tempo. Die Gäste wurden von Beginn an früh gestört, und das zahlte sich aus: Iserlohn konnte sich in 45 Minuten nicht eine nennenswerte Chance erspielen.

 

     Schwarz-Rot gibt Vollgas: Thomas Hildwein entwischt in der ersten Halbzeit den Iserlohnern Kevin Meckel und Sascha Ernst. Foto: Braucks

 Anders die Spvgg., die vor leider nur rund 120 Zuschauern eine Reihe von guten Möglichkeiten hatte. In der 6. Minute klopfte Ridvan Avci erstmals vernehmlich beim FC Iserlohn an. Avci köpfte auf Flanke des umtriebigen Philip Mandla aufs lange Eck, der Ball klatschte an den Innenpfosten und in die Arme von Torhüter Daniel Dresen. Auch wenn der Erkenschwicker heftig protestierte - die Kugel war wohl noch nicht komplett über der Torlinie.    Daran gab es in der 13. Minute keine Zweifel: Ein Eckball von Jan Binias rauschte durch den Iserlohner Strafraum, am zweiten Pfosten lauerte Ridvan Avci und jagte den das Spielgerät mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch zum 1:0 in die Maschen.

 Und die forschen  Erkenschwicker hätten erhöhen können. In der 23. Minute zum Beispiel, als Danny Tottmann nach feiner Einzelleistung aus 17 Metern abzog. Der Ball knallte gegen die Latte des Iserlohner Tores.

 "Wir haben super ins Spiel gefunden. Iserlohn hätte sich über ein 2:0 oder 3:0 zur Pause nicht beschweren können", sagte Trainer René Lewejohann hinterher. Um umgehend zur Kritik überzugehen: "Mit der 46. Minute aber haben wir die Arbeit eingestellt."

Iserlohn steigert sich nach der Pause

 So konnten sich die Gäste nach dem Wechsel vom  Druck befreien - plötzlich wurde es auch im Erkenschwicker Strafraum brenzlig. In der 65. Minute lag schon der Ausgleich in der Luft. Spvgg.-Keeper Philipp Kunz verlor den Ball an Iserlohns Torjäger Lukas Lenz, doch der zog den Ball am Erkenschwicker Kasten vorbei.

 Elf Minuten vor dem Abpfiff dann aber doch der verdiente Ausgleich für die Iserlohner, die nun die bessere Mannschaft waren: Yildirim schlug eine Flanke in den Erkenschwicker Straftraum. Lenz schraubte sich in die Höhe und köpfte das Leder ins lange Eck.

 Die Freude der Gäste über den Ausgleich währte aber nicht lange. Für die  Erkenschwicker Moral spricht, dass die Schwarz-Roten sofort wieder die Initiative ergriffen. Nur zwei Minuten nach dem 1:1 gab es rund 20 Meter vor dem Iserlohner Tor einen Freistoß. Philip Mandla wuchtete den Ball an der Mauer vorbei. Torhüter Dreesen rutschte das Leder aus den Händen – Ridvan Avci reagierte am schnellsten und schob den Ball zum 2:1 ins lange Eck.

 Die umjubelte Entscheidung zugunsten der Spvgg. "Ein 1:1 wäre zwar durchaus in Ordnung gewesen", räumte Trainer Lewejohann ein. "Am Ende aber haben wir den Erfolg – mit ein wenig Glück – erzwungen.“ Nicht aufstecken bis zum Ende: So stellt sich der Coach das vor. 

von Thomas Braucks / Medienhaus Bauer

Spvgg. Erkenschwick:  Kunz - Weßendorf, Große-Puppendahl, Konarski, Ilias (83. Bröker) - Tottmann, Binias - Hildwein (78. Erdem), Avci, Sawatzki (70. Hegel) - Mandla

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