Djubel in wiemelhausen 2018ie Spvgg. Erkenschwick feiert mit einem 3:1 (1:1) in Wiemelhausen den dritten Sieg in Serie. Der war verdient. Die Schwarz-Roten zeigten ein starkes Spiel gegen einen am Ende ebenfalls starken Gegner. Das Spitzenspiel hielt, was es versprochen hatte: Tempo und Torszenen hatte es reichlich gegeben, und mit ein wenig Glück hätte das Resultat für die Gastgeber auch etwas freundlicher ausgehen können. Aber eben dieses Spielglück erarbeiteten sich am Ende die Gäste redlich.

 

  Spvgg. Erkenschwick Jubel Fußball Westfalenliga Saison 2017/2018 Sieg Groß? war der Jubel im Spitzenspiel bei den Gästen vom Stimberg.  Foto: Olaf Krimpmann

 

 Die waren von Beginn an im Spiel, drängten Wiemelhausen in die eigene Hälfte. Sehenswert das 0:1, das Ridvan Avci per Kopfball nach einer starken Flanke von Thomas Hildwein erzielte (14.) – und schon da hoch verdient.

 Die „Schwicker“ hatten von Anpfiff weg die ersten guten Schusschancen, doch immer wieder warf sich ein Abwehrspieler in den Ball oder es rettete Concordia-Keeper Bruno Staudt in höchster Not. Umso ärgerlicher, dass die Gäste das 1:1 kassierten. Kenneth Neumann passte auf Iliass Adinga-Ougba, der im Erkenschwicker Strafraum viel zu viel Platz hatte und ungehindert zum Abschluss kam (26.).

 Die Spvgg. zeigte sich unbeeindruckt, hatte durch Philipp Mandla (28.) und Hildwein (36.), die erneut an Staudt scheiterten, beste Möglichkeiten. Auf der anderen Seite senste Nick Traptau den Ball aus fünf Metern frei über das Gehäuse (29.).

Niedrig krönt sein Debüt mit dem Tor zum 1:3

 Nach dem Seitenwechsel wurde es bisweilen ein offener Schlagabtausch. Trotz der Hitze – auf dem gesamten Spielfeld war kein Quadratzentimeter Schatten – gingen beide Teams ein hohes Tempo, zeigten ein wirklich gutklassiges Westfalenliga-Spiel. Philipp Kunz, der später noch zwei, dreimal geprüft wurde, hielt mit einer Parade gegen Adinga-Ougba seine Farben zunächst im Spiel (47.).

 Dann stachen die Erkenschwicker Joker: Spvgg.-Trainer René Lewejohann hatte in der 64. Minute Kevin Hegel gebracht, um die linke Seite zu beleben. Nur 120 Sekunden nach seiner Einwechslung kam Hegel im Strafraum an den Ball, und mit einem Abschluss, der Gerd Müller zur Ehre gereicht hätte, traf Hegel zum 1:2 (66.).

 Dem Spiel tat der Treffer nochmals gut, denn Wiemelhausen, das in den ersten 45 Minuten sehr abwartend agiert hatte, machte nun auf. Ingo Freitag köpfte knapp über das Spvgg.-Tor (70.), Philipp Kunz parierte erneut, diesmal gegen Marco Costanzino (75.), dann rettete Lukas Große-Puppendahl auf der eigenen Linie (77.).

 Den entscheidenden Treffer setze dann einer, der bis vor wenigen Wochen eigentlich die rote Laufbahn im Stimberg-Stadion sein Eigen nannte und nicht das Spielfeld darin: Lorenz Niedrig staubte in der 90. Minte ab, nachdem Wiemelhausens Keeper Staudt einen Schuss von Ridvan Avci pariert hatte (90.). Ausgerechnet ein Leichtathlet sorgte so für die Erleichterung.

„Seine unorthodoxe Art zu spielen gefällt mir“, strahlte René Lewejohann. Wie bereits vor Wochen, als der Ex-Profi bei der Umfunktionierung von Philipp Mandla zum Stürmer auf sein Bauchgefühl gehört hatte, hatte „Lewe“ auch diesmal auf seinen Bauch gehört. Mit Erfolg.

 Am Ende strahlte natürlich auch Lorenz Niedrig über sein Debüt mit Sternchen: „Besser geht es nicht.“

von Olaf Krimpmann / Medienhaus Bauer

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