rettet die amateurvereine allaliDie Spvgg. Erkenschwick hat sich dem bundesweiten Bündnis „Rettet die Amateurvereine“ angeschlossen. „Wenn keiner etwas macht, passiert auch nichts“, so Spvgg.-Vorsitzender Hermann Silvers am Sonntag am Rande des Westfalenliga-Spiels gegen den Lüner SV. Das hatte sich zu Jahresbeginn auf Initiative des Ehrenvorsitzender der SpVg. Unterhaching, Engelbert Kupka, gegründet. Auch der SV Vestia Disteln gehört dem Bündnis an, das sich seit Monaten als unbequemer Kritiker der Verbände erweist.

 

Trainer Zouhair Allali reckt den Daumen hoch: Wie sein Verein steht auch der A-Lizenzler hinter dem bundesweit agierenden Bündnis „Rettet die Amateurvereine“ Foto: Olaf Krimpmann

Es geht bei vielen Sachen, wie dem Grundlagenvertrag, den der DFB und die 36 Klubs der Deutschen Fußball-Liga DFL geschlossen haben, ums liebe Geld. Der Vorwurf: Bei weitem komme nicht das an der Basis an, was ihr zusteht.

 Es geht auch um Anerkennung. „Es braucht sich doch niemand zu wundern, wenn das Ehrenamt vor die Hunde geht. Wer will sich das heute noch antun?“, fragt etwa Erkenschwicks Vorsitzender Hermann Silvers.

 Der wettert gerne gegen die Bevormundung durch die Verbände, bemängelt vor allem die vielen Ordnungsgelder, die den Vereinen auferlegt werden. Zwischen 3000 und 7000 Euro zahle ein Verein wie die Spielvereinigung in jedem Jahr – falls mal der Ordnungsdienst bei einem Jugendspiel nicht eingetragen wurde oder ein Spielbericht verspätet abgesendet worden ist. Wohin das liebe Geld fließt, sei schleierhaft. Silvers’ Vermutung: „Ordnungsgelder sind offenbar nur dazu da, um die Verbände zu finanzieren.“

Das Thema gehe nun einmal alle Vereine an, dass die Spvgg. Erkenschwick als sportliches Schwergewicht im Kreis nun bei dem Bündnis mitmache, solle auch andere Klubs ermutigen. Silvers: „Wenn keiner etwas macht, passiert auch nichts.“

von Olaf Krimpmann

Zum Seitenanfang