jubel in sinsen2017Unglaublich, kurios, erschreckend: Die Westfalenliga staunt über die Spvgg. Erkenschwick. Schwarz-Rot führt vor dem letzten Spieltag der Hinserie mit 20 Punkten die Auswärtstabelle der Westfalenliga beeindruckend souverän an. Am Stimberg hat die Spvgg. dagegen nur fünf mickrige Punkte geholt. Damit ist die Spvgg. Schlusslicht. Eine in der Form nie gesehene Bilanz. Auswärts Nimmersatt, daheim Papiertiger – das ist die Erkenschwicker Realität. Nicht auszudenken, die Mannschaft von Trainer Zouhair Allali hätte daheim gepunktet wie ein Mittelklasse-Team der Westfalenliga: Die Spvgg. ginge als Spitzenreiter in die Rückrunde.

  Abklatschen nach dem Derby in Sinsen: Fans und Spieler der Spvgg. Erkenschwick wollen endlich auch zu Hause wieder einen Erfolg feiern. Foto: Krimpmann

„Das schmerzt“, sagt Allali. Mehr noch als das Punktekonto stört den A-Lizenzinhaber dabei der Eindruck, den der Klub bei seinen treuen Anhängern hinterlässt. „Das Traurige ist doch, dass wir den Fans, die immer wieder hierher kommen und uns anfeuern, nichts bieten. Die wollen auch zu Hause endlich mal einen Erfolg mit uns feiern.“

Den Grund für die miese Heimbilanz sieht Allali in der fehlenden Konsequenz. Holzwickede, Wiemelhausen oder Wickede – der Trainer kann die Nachmittage noch alle aufzählen, in denen seine Elf dem Gegner mit halbgaren Aktionen zu Punkten verholfen hat. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Serie“, sagt er und nennt den Abschluss: „Für unsere Chancenquote haben wir viel zu wenig Tore erzielt.“

Am Sonntag ist der Lüner SV in Erkenschwick zu Gast, in zwei Wochen die DJK TuS Hordel. „Mannschaften, die spielen wollen. Da haben wir die Chance, alles zu korrigieren und in der Tabelle einen Sprung zu machen.“ Mit mehr Biss, größerem Willen.

 Helfen kann endlich auch Gerard Lubkoll: Seit Freitagmittag ist der Rückkehrer vom TSV Marl-Hüls spielberechtigt. „Das freut mich enorm“, sagt Trainer Allali. „Gerard ist eine Bereicherung für die Mannschaft.“

Spvgg. Erkenschwick - Lüner SV, So., 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz, Stimberg-Stadion

Quelle: Stimberg-Zeitung

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