lewejohann rene 7Die Spielvereinigung Erkenschwick muss in der Westfalenliga den Blick nach unten richten. Gegen Concordia Wiemelhausen gab es ein 0:2 (0:0) vor eigenem Publikum. Dabei hatte alles so gut begonnen. Gegen den Gast aus dem Bochumer Vorort erwischte die Mannschaft von Trainer Rene Lewejohann den besseren Beginn und dominierte über weite Teile des ersten Durchgangs die Partie, während die Überraschungsmannschaft aus Wiemelhausen kaum ins Spiel fand. Allerdings zeigte die Spielvereinigung in der Folge eindrucksvoll auf, warum man in der Liga nun schon seit über 400 Minuten auf ein Tor wartet:

Die besten Gelegenheiten zur Führung ließen Bernhard Gllogjani (34.) und Timo Conde (45.) liegen. „Ich kann den Jungs und ihrer Einstellung keinen Vorwurf machen. Es ist momentan wie verhext“, kommentierte Rene Lewejohann das Unvermögen seiner Mannschaft.

Stürmer Conde war es auch, der die Druckphase der Stimberger im zweiten Durchgang eröffnete. Nach einem Eckstoß nickte Conde das Leder auf die Linie, wo ein Bochumer Verteidiger in höchster Not klären konnte (53.). In der Folge schien es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Torflaute der Erkenschwicker beendet werden würde. Die Lewejohann-Elf rannte an und drückte auf die Führung, das Tor schoss jedoch der Gast.

Erkenschwick macht das Spiel, Wiemelhausen die Tore

Über eine Stunde konnten die Hausherren Xhino Kadiu in Schach halten, ehe der beste Stürmer der Westfalenliga seinen nun schon sechzehnten Saisontreffer und den Nackenschlag für Erkenschwick markierte (64.). „Natürlich mussten wir die ein oder andere Situation überstehen. Das ist uns, Gott sei Dank, gelungen“, gestand Concordia-Trainer Jürgen Heipertz nach Spielende.

Mit dem Rückstand warf der ambitionierte Traditionsverein noch einmal alles nach vorne, während Concordia Wiemelhausen nun Platz zum Kontern bekam. In der Nachspielzeit besorgte schließlich Gianluca Silberbach die Entscheidung gegen eine nun überforderte Erkenschwicker Defensive, die sich erneut von 16-Tore-Mann Kadiu umspielen ließ, ehe der Mittelfeldspieler den Nachschuss zum 2:0-Endstand verwertete. „Dass wir das zweite Tor noch draufsetzen, war vielleicht Zufall, aber letztendlich freuen wir uns einfach, dass wir hier drei Punkte geholt haben“, bilanzierte Wiemelhausens Heipertz.

Der Trend, dem beide Mannschaften bislang folgten, setzte sich also auch nach diesem Spiel fort. Während die Bochumer nach dem fünften Sieg in Serie auf Rang sechs kletterten, muss Erkenschwick nach fünf sieglosen Spielen langsam aber sicher den Blick nach unten richten. Das weiß auch Lewejohann, dennoch argumentierte der Ex-Profi: „Es wäre falsch in Aktionismus zu verfallen. Im Fußball wird dir schnell ein Denkmal gebaut. Genau so schnell wird es aber auch wieder angepinkelt. Wir brauchen die nötige Ruhe, dann werden wir, da bin ich mir zu 100 Prozent sicher, da wieder rauskommen.“

Autor: Max Daum / Revier

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