binias jan 01Vor dem Spitzenspiel in Wanne-Eickel erhält Erkenschwicks Trainer Rene Lewejohann viel Lob von seinen Spielern. Jan Binias vergleicht "Lewe" sogar mit Hannes Wolf. Am Donnerstagabend steigt in der Mondpalast-Arena das Westfalenliga-2-Spitzenspiel zwischen dem DSC Wanne-Eickel und der Spielvereinigung Erkenschwick. Sieben Spieltage vor Schluss liegen die "Schwicker" zwei Punkte vor dem DSC. Dieser hat aber gegenüber der Spielvereinigung noch eine Partie in der Hinterhand. Es ist für beide eine richtungsweisende Begegnung.

 

 

"Wir spielen in Wanne-Eickel und am Sonntag gegen YEG Hassel. Mit zwei Siegen wären wir unserem Ziel ganz nahe. Es ist kein Geheimnis, dass wir aus dieser Liga raus wollen", sagt Erkenschwicks Kevin Lehmann (29). Der ehemalige RWE-Spieler - Lehmann stand zwischen 2010 und 2012 an der Hafenstraße unter Vertrag - wird in der Mondpalast-Arena aufgrund eines Muskelfaserrisses fehlen. Doch er ist von seinen Mannschaftskollegen überzeugt: "Wir haben so eine tolle, intakte Truppe. Wir wollen diesen Lauf fortsetzen."

“ In der U17 war Hannes Wolf mein Trainer. Ich muss sagen, dass "Lewe" mich etwas an ihn erinnert. Beide sind unglaublich nah am Menschen. Das tut verdammt gut, wenn der Trainer dir zeigt, dass er sich für dich auch als Mensch und nicht nur Spieler interessiert Jan Binias über Rene Lewejohann”

Vier Spiele, vier Siege, diese Erfolgsserie wollen die Erkenschwicker weiter ausbauen. Unter Rene Lewejohann, der seit sechs Ligaspielen Trainer am Stimberg ist, läuft es einfach rund. "Er ist ein unglaublicher Motivator. Das, was er erzählt, vermittelt er sehr glaubhaft. Er ist ehrlich und authentisch. Es macht aktuell unheimlichen Spaß zum Training zu kommen", lobt Lehmann, der kürzlich seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 verlängerte.

Über die laufende Saison hinaus wird auch Jan Binias am Stimberg spielen. Ein Grund dafür: Lewejohann. Der 20-jährige Binias war erst im Januar von Arminia Bielefeld II nach Erkenschwick gewechselt. Trotz seines jungen Alters hat der ehemalige Dortmunder Jugendspieler einiges miterlebt. Er wurde je zweimal Deutscher Meister mit der U17- und U19-Mannschaft des BVB. Als U15- und U16-Nationalspieler sammelte er sogar internationale Erfahrung - bis ihn eine Hüftverletzung zwei Jahre außer Gefecht setzte. In Erkenschwick nimmt er einen neuen Anlauf. Und es läuft - auch dank dem Trainer: "Er weiß, wie er uns anzupacken hat. "Lewe" kitzelt uns bis ans Limit."

Lewejohann erinnert Binias an Hannes Wolf

Der neue Trainer erinnert Binias ein wenig an einen seiner ehemaligen Lehrmeister. Binias: "In der U17 war Hannes Wolf mein Trainer. Ich muss sagen, dass "Lewe" mich etwas an ihn erinnert. Beide sind unglaublich nah am Menschen. Das tut verdammt gut, wenn der Trainer dir zeigt, dass er sich für dich auch als Mensch und nicht nur Spieler interessiert." Wolf arbeitete zuletzt beim Bundesligisten VfB Stuttgart. Davon ist Lewejohann noch weit entfernt. Aber sein Weg scheint in die richtige Richtung zu führen.

Nachdem er den FSV Duisburg erfolgreich ins Halbfinale des Niederrheinpokals und auf Platz zwei der Landesliga führte, übernahm er mit Erkenschwick das nächste Team, welches er in kurzer Zeit weiterentwickelte. Am Dienstagabend schaute er sich seine ehemaligen Schützlinge des FSV Duisburg im Halbfinale des Niederrheinpokals an. "An dieser Stelle möchte ich einfach sagen, dass ich sehr stolz bin, dass ich diese Mannschaft bis zum vergangenen Winter trainieren durfte. Ich habe gegen RWO echte Krieger auf dem Platz gesehen, die wie die Löwen gekämpft haben. Am Ende hat das Quäntchen Glück gefehlt", sagt der 34-Jährige, der mit dem FSV zuvor zwei Oberligisten aus dem Wettbewerb kickte.

Am Donnerstag geht es für Lewejohann und seine Schützlinge zum DSC Wanne-Eickel. Ein Heimspiel für den in Herne wohnhaften ehemaligen Zweitligaprofi von Rot Weiss Ahlen. Auch er weiß, wie wichtig das Spiel ist. "Wir haben uns jetzt eine tolle Situation erarbeitet. Das war harte Maloche. Jetzt wollen wir uns belohnen und den nächsten Schritt. Wenn wir gemeinsam von der ersten bis zur letzten Sekunde fighten, dann wird es schwer für den DSC."

von Krystian Wozniak / Reviersport

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